Teil eines Werkes 
1. Bd. (1849)
Einzelbild herunterladen

die Gefühle und an den Verſtand natürlich hervorrufen ſollte. Dieſe Gleichgiltigkeit hat theilweiſe ihren Grund darin, daß wir dieſe Herrlichkeiten ſtets vor Augen haben, denn das, was wir ſtets vor uns ſehen, wird zu einem Theile der Luft, welche wir einathmen; und bleibt ebenſo unbeachtet.

Eine der Folgen dieſer Neigung, die allmächtige Hand, welche in Allem um uns her ſo ſichtbar wird, iſt die, daß wir unſere Kraft an die Stelle der ihrigen ſtellen. In unſerer Zeit, in gebildeten Ländern und außer dem Bereiche unmittel⸗ barer Götzendienerei ſind nur Wenige ſo verwegen, das Daſein und die Macht eines höchſten Weſens zu leugnen; dieß aber zugegeben, wie Wenige fühlen jene tiefe Verehrung vor ihm, welche das Weſen unſeres Daſeins mit Recht verlangt! Der Mangel des wahren Gefühls der Demuth, ein trauriges Miß⸗ verſtehen deſſen, was wir ſind, und zu was wir geſchaffen wurden, führt uns in der richtigen Schätzung unſerer Unbe⸗ deutendheit, der Majeſtät Gottes gegenüber, nur zu oft irre.

Nur ſehr Wenige erreichen die Stufe des menſchlichen Wiſſens, welche ſie vollkommen einſehen lehrt, wie viel noch zu lernen bleibt, und wie viel unſer Geiſt niemals zu erreichen hoffen kann. Wir hören oft von gottähnlichen Geiſtern und den unermeßlichen Befähigungen, welche uns inne wohnen; und all dieß mag wohl unſeres Preiſes würdig ſein, bis wir uns in dieſer und tauſend anderen Beziehungen mit ihm ver⸗ gleichen, der all dieß geſchaffen hat. Dann wird freilich unſere Unbedeutendheit zu augenfällig, als daß man einen Zweifel deßhalb hegen dürfte. Wir wiſſen, daß wir geboren worden und daß wir ſterben; die Wiſſenſchaft konnte mit den Erſchei⸗ nungen dieſer zwei großen phyſiſchen Thatſachen in Kampf treten, nur die weſentlichſte Frage: Was iſt Leben? Was iſt

5

Tod? könne weit Schö⸗ Erwe das Verm den 2 er iſt hüllt

nicht Zeugt Ueber Texte daß 1 und l nicht könne Schw Feind

8

der el Wir

den g ligen Glau und gunge Gerit