Teil eines Werkes 
1. Bd. (1849)
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Vorrede.

Wenn irgend etwas von der Härte des menſchlichen Herzens zeugen kann, ſo iſt es die Gleichgiltigkeit, mit welcher der Menſch inmitten der erhabenen Naturerſcheinungen, welche ſo beredt, ſo unaufhörlich zu ſeiner Phantaſie, ſeinem Herzen und ſeinem Verſtande reden, nur auf ſeine weltlichen Zwecke bedacht, ſein Daſein fortſpinnt. Das Leben des Einzelnen verſchließt ſich ſo in ſein Ich, und er beachtet Alles außerhalb dieſes beſchränkten Kreiſes ſo wenig, daß kaum zufällig Einer unter Zehn in den vier und zwanzig Stunden auch nur einmal den Blick von ſeinen eigenen unmittelbaren Wünſchen, Plänen und Bedürfniſſen abwendet, um ihn zu der Majeſtät, Gnade, Wahrheit und Gerechtigkeit des göttlichen Weſens zu erheben, welches ihn als ein Stäubchen unter die Myriaden Bewohner des weiten Weltalls hingeweht hat.

Die phyſiſchen Wunder des Univerſums rufen kaum mehr Nachdenken hervor, als die tiefſten moraliſchen Wahrheiten. Eine Million Augen fliegen in einer wolkenloſen Nacht über das Firmament, und kaum hundert fühlen ihre Seele von der Allmacht des erhabenen Weſens durchbebt und durchdrungen, welches alle dieſe Wunder geſchaffen, nicht hundert Herzen erglühen von der Andacht, welche eine ſolche Anſprache an