Teil eines Werkes 
2. Bd. (1849)
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um das Leben gekommen war. Auch der armen Biddy gedachte ſie mit großem Leidweſen. Dieſes treue Geſchöpf, welches ſeit Roſa's Kindheit in den Dienſten der Wittwe geweſen, war ihr trotz ſeines rauhen Weſens und ſeiner wirren Gedanken durch die Wärme und ſeltene Treue ſeines Herzens theuer geworden. Biddy war allein nach Amerika gekommen, und nicht nur ihre Geſchwiſter, ſondern auch ihre Eltern lebten noch in der Heimath. Jedes Jahr wanderte wenigſtens die Hälfte ihres Verdienſtes nach Irland, und mancher halbe Dollar, welcher von Roſa's ſchöner, kleiner Hand kam, wurde in Gold verwandelt und folgte demſelben frommen Wege nach der grünen Inſel ihrer Heimath.

O unglückliches Irland! In welcher bittern Noth ſchmachten jetzt deine Armen. Hier, inmitten des Ueber⸗ fluſſes, in einem Lande, welches Gott weit über die Grenzen menſchlichen Bedarfs in ſeinen Erzeugniſſen geſegnet hat, in einem Lande, wo man nie die Hungers⸗ noth kannte, hören wir in dieſem Augenblicke dein Stöhnen und hören Berichte von Dnldungen, welche uns faſt unglaublich ſcheinen. Während wir von dieſen ſchauder⸗ haften Berichten leſen, finden wir in einem Blatte, welches man die erſte Zeitung Europa's zu nennen beliebt, einen Anruf an die engliſche Nation zu Gunſten deines leiden⸗ den Volkes. Eine würdige Anſprache an die Mildthätig⸗ keit England's verfehlt ſelten ihr Ziel. Ein Ausdruck hätte jedoch geändert oder ganz weggelaſſen werden ſollen. Man bittet England,der Vergangenheit zu vergeſſen und den armen Mitunterthanen zu Hilfe zu kommen. Wir würden ſtatt deſſen geſagt haben,der Vergangenheit ein⸗ gedenk zu ſein. Wir ſagen dieß aus Menſchenliebe

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