Teil eines Werkes 
2. Bd. (1849)
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nir ſitzt, ſeit ich meine Frau an dem Strande verließ, war das Glück von mir und meinem Schiffe gewichen. Was eine Reiſe einbrachte, nahm die andere wieder hin. Stets in Bewegung, keine Ruhe in einer ſo langen, langen Reihe von Jahren, daß die grauen Haare kamen, und die Laſt des Alters über mich hereinbrach, und ich blieb ſo arm, wie ich war. Es ging immer abwärts mit mir, und ich hatte die größte Noth, die Brigg in Bewe⸗ gung zu erhalten, um mir mein Leben zu friſten.“

„Und veranlaßte Euch all dieß nicht, Eures armen Weibes zu gedenken, welche Ihr ſo ſehr gekränkt habt?“

„Ich dachte kaum an etwas Anderes, bis ich zu Neu⸗ Orleans von ihrem Tode hörte, und dann gab ich es als nutzlos auf. Hätte ich Molly ſechs Monate nach jener unſeligen Stunde, wo ich ſie verließ, wieder gefunden, ſo hätten wir uns nie wieder getrennt, und Alles wäre ver⸗ geſſen geweſen. Ich kannte ihr Herz, ſo ſtolz und hart es auch ſchien, war es doch voller Zärtlichkeit und Güte. Molly hätte mir verziehen!“

„Und doch erhobt Ihr Euer Auge zu dieſer Roſa Budd, die nur zu jung, und ſchön, und gut für Euch iſt?“

„Ich war des Wittwerſtandes müde, Hans, und Roſa iſt wunderhübſch. Ueberdieß hat ſie Geld und hätte mir den Abend meines Lebens behaglich gemacht. Die Brigg war alt, wie Euch wohl bekannt iſt, und keine Aſſekuranzgeſellſchaft wollte mehr etwas von ihr wiſſen, ſie konnte nicht mehr lange zuſammen halten. Wäre dieſe Kriegsſchluppe nicht geweſen, ſo hätte ich ſie den Mexika⸗ nern verkauft, und nach den erſten vier Wochen hätten ſie

ſte an unſere Leute verloren.“