Teil eines Werkes 
1. Bd. (1849)
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Mulford zeigte Hans Tier jetzt, was er in den langen, einſamen Stunden der erſten Wache gethan hatte. Der junge Mann hatte mit ſeinem Meſſer in den Boden des Schoners eine kleine Rinne geſchnitten, welche zwei oder drei Fuß vom Kiel und kaum einen Schritt von Roſa's Ruheſtätte anfing und ſo weit als möglich hinablief; an dem Ende hatte er eine Art Behälter ausgehöhlt, in wel⸗ chem ſich die koſtbaren Tropfen ſammeln ſollten, wenn die Vorſehung ſolche niederſandte.

Während er mit dieſer Arbeit beſchäftigt war, deutete nichts auf Regen; Mulford wußte aber, daß nur ein Regenſchauer ſie vom Wahnſinne, wenn nicht von dem Tode retten konnte, und indem er über die Mittel nach⸗ dachte, wie er von einer ſolchen Möglichkeit Nutzen ziehen könne, kam er auf jenen Gedanken. Sein großes See⸗ mannsmeſſer hatte ihm bei dieſer Arbeit treffliche Dienſte geleiſtet; es fehlte jetzt nur noch wenig, um ſie zu Ende zu führen; beſonders mußte das Behälter noch erweitert werden. Es war jetzt groß genug, um etwa einen Schop⸗ pen zu faſſen, und man konnte es leicht der Art erweitern, daß ſich das doppelte Maaß darin ſammeln konnte.

Sobald Hans Tier wußte, was hier noch zu thun ſei, war ſein Meſſer ſchon blank, und ein Splitter nach dem andern flog aus den Planken, um das Behälter zu erwei⸗ tern. Man mußte ſich dabei lediglich auf der Oberfläche halten, denn das Holz hatte kaum drei Zoll Dicke, und der kleinſte Schnitt, welcher durch die Planke ging, würde das raſche Entweichen der Luft und das gewiſſe Verſinken des Wracks zur Folge gehabt haben.

Auch forderte es ein ſcharfes Auge, um die wagerechte Fläche zu erhalten, und Mulford mußte mehr als einmal

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