Teil eines Werkes 
1. Bd. (1849)
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antwortete Roſa leiſe, denn aus dem Athem ihrer Tante ſchien dieſe in einem kurzen Schlummer ihrer Leiden ver⸗ geſſen zu haben.“

„Iſt das Euer Wunſch? Nun, ich bin ruhig, Miß Roſa. In meinem Leben hätte ich mein ſchönes Irland nicht verlaſſen, wenn ich gewußt hätte, daß es einen Fleck auf dieſer Welt gibt, wo man keinen Tropfen Waſſer haben kann.“

Dieß war die letzte vernehmbare Klage der Irländerin, ſo lange Mulford's Wache währte. Er begann nun eine Arbeit, deren an dem geeigneten Orte gedacht werden wird. Um zwölf Uhr, oder als er glaubte, es ſei zwölf Uhr, rief er Hans Tier auf, welcher ihn ſeinerſeits wieder um vier Uhr weckte.

„Es ſieht dunkel und bedrohlich aus,“ ſagte Mulford, ſobald er auf ſeinen Füßen ſtand und wieder um ſich zu blicken begann,„aber der Wind ſcheint ſich ganz ver⸗ krochen zu haben.“

„Eine vollkommene Windſtille, Herr, und die Dunkel⸗ heit rührt von jener Wolke her, die uns ein wenig Regen bringen zu wollen ſcheint.“

„Negen! Dann iſt Gott wirklich mit uns. Ihr habt recht, Tier; jene Wolke wird uns Regen bringen. Wir müſſen ihn auffangen, wär' es auch nur ein Tropfen, um Roſa's trockene Zunge zu befeuchten.“

„In was?“ verſetzte Tier düſter.„Wenn der Schauer vorüber iſt, muß ſie ihr Gewand auswinden, und ſich ſo zu einigen Tropfen verhelfen. Ich kenne kein anderes Mittel.“

„Ich habe an all das gedacht, und faſt meine ganze Wache mit den Vorbereitungen hingebracht.“