Teil eines Werkes 
2. Bd. (1848)
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ſelben anzuſiedeln.

Natürlich erfuhren Unus und Pedrilla ſehr bald, was man im Schilde führte. Die Letztere hätte ſich wohl zufrieden gegeben, den ziemlich langſamen Fortgang des Zuges abzu⸗ warten, hätte ſie nicht gehört, daß man gedroht habe, die beiden Ausreißer, deren einer ihr Gatte war, auf das ſtrengſte zu ſtrafen, eine Drohung, welche aus dem Munde des ſchrecklichen Waally ſelbſt kam.

Sobald daher dieſes treue indianiſche Weib den beabſich⸗ tigten Plan erfahren hatte, ließ ſte ihrem Bruder keine Ruhe, bis er einwilligte, mit ihr in einem Canoe, das ſie mitgebracht hatte und das ihr Eigenthum war, in die offene See zu

ſteuern.

Wenn Unus mit ſeinem neuen Häuptlinge nicht unzu⸗ frieden geweſen wäre, hätte er dieſen Schritt wohl nicht ſo leicht gethan; der junge Indianer haßte Waally aber tödtlich und hing Uruni heimlich an, und dieſes Gefühl brachte ihn zu dem Entſchluſſe, den Häuptling bei der erſten günſtigen Gelegenheit zu verlaſſen.

Das Geſchwiſterpaar ſchied von der Rancocus⸗Inſel mit Anbruch der Nacht und ruderte in der Richtung, welche ihrem Bedünken nach zu der Kuppe führen mußte. Man wird ſich erinnern, daß man die Kuppe vom Meer aus nicht eher zu Geſicht bekam, als bis man die Hälfte der Fahrt hinter ſich hatte, obgleich man ſie, wie bereits erwähnt, von den Höhen der Rancocus⸗Inſel vollkommen ſehen konnte. Als der Tag grauete, zeigte ſich ihnen der Vulkan, aber die Kuppe war nicht zu ſehen. Ohne Zweifel hatte das Canoe eine zu ſüd⸗ liche Richtung genommen und lief auf dieſe Weiſe ſchräg von dem erſehnten Landungspunkt ab, ſtatt ſich ihm zu nähern.

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