Teil eines Werkes 
1. Bd. (1848)
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Ausdruck. Nichts konnte ſanfter, zarter, weiblicher ſein, als Bridget Yardley's Antlitz in ſeinem gewöhnlichen Zuſtande der Ruhe; oder lebendiger, lachender, ausgelaſſener oder theilneh⸗ mender, als es wurde, wenn die verſchiedenen Leidenſchaften oder Gefühle ihre junge Bruſt erregten.

Da Mark ſeine Schweſter bei den häufigen Beſuchen der⸗ ſelben in dem Hauſe der Dame, wo ſie gewöhnlich ihre Zuſam⸗ menkünfte hielten, abholen mußte, wurde er natürlich bald in ihren Bund aufgenommen. Man begann damit, daß Mark einwilligte, eben ſo gut Bridget's, als Anne's Bruder zu ſein. Dieß war wenigſtens großmüthig; denn Bridget war ein ein⸗ ziges Kind und es war nicht mehr als billig, das Unrecht des

Schickſals in dieſer Beziehung gut zu machen. Das reizende

Mädchen erklärte,ſie wolle Mark Woolſton lieber zum Bruder haben, als irgend einen andern Knaben in Briſtol; und es ſei entzückend, mit Anne einen und denſelben Bruder zu haben.

Dieſes Aufflugs in das Land der Romantik ungeachtet war Bridget Yardley ſo natürlich, als dieß bei einem weib⸗ lichen Weſen in einem einigermaßen civiliſirten Geſellſchafts⸗ zuſtande möglich war.

Eine Fülle trefflicher, weiblicher Hingebung und Aufopfe⸗ rung wohnte ihrem Charakter inne, aber nicht der kleinſte Theil von Ueberſchwänglichem war ihrem Gefuhle beigemiſcht. Treu wie Stahl in Allem, was ſie wollte, dachte und fühlte, folgte ſie, indem ſie Mark als Bruder annahm, nur einem mächtigen natürlichen Gleichgefühle, ohne deſſen Ziel oder deſſen Urſprung zu begreifen. Sie konnte Stundenlang mit Anne von ihrem Bruder ſprechen und herzählen, was ſie ihm zu beſorgen geben wollten, und wohin er mit ihnen gehen müſſe, und was ſie wohl thun könnten, um ihm eine rechte Freude zu machen.

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