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Bahn auf Jahrhunderte hinaus mit Sicherheit und Ge⸗ nauigkeit zu berechnen?“
„und weißt du, mein guter Raoul, was dieſer menſchliche Geiſt iſt?“
„Ein Theil ſeiner Natur,— die höchſte ſeiner Eigen⸗ ſchaften, welche ihn zum Herrn der Welt macht.“
„In einem Sinne allerdings ſeine höchſte Eigen⸗ ſchaft, und die, welche ihn zum Herrn der Welt macht; immer aber doch nur ein Bruchſtück— ein Pünktchen auf der Weite des Himmels— ein Theil des Geiſtes Gottes ſelbſt. In dieſem Sinn iſt er nach dem Eben⸗ bilde Gottes geſchaffen.“
„Du ſcheinſt alſo zu glauben, der Menſch ſei Gott?“
„Raoul, Raoul— wenn du mich nicht mit dir ſter⸗ ben ſehen willſt, ſo deute meine Worte nicht in dieſer Weiſe.“ 4
„Wävr' es denn ſo ſchwer, die Welt in meiner Ge⸗ ſellſchaft zu verlaſſen, Ghita? Ich würde es für das höchſte Glück halten, wenn wir unſern Wohnort tauſchten.“
„um wohin zu gehen? haſt du dies bedacht, mein Geliebter?“
Raoul gab lange keine Antwort; ſein Auge war auf einen glänzenden Stern gefeſſelt, und eine Welt von Gedanken begann in ſeinem Kopfe zu kreiſen. Es gibt in dem Leben eines jeden Menſchen Augenblicke, wo das geiſtige Auge klarer in die Zukunft, wie in die Vergan⸗ genheit blickt, wie es Tage gibt, wo die ungewöhnlich


