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nige, Raoul?“ antwortete Ghita bebend.„Er iſt ſo unendlich, wie Er, Der darin wohnt— Deſſen Thron er iſt— und er kann alle faſſen, die Ihn lieben und Seine Gnade ſuchen.“
„Glaubſt du, ein Mann wie ich dürfe vor ſein Ant⸗ litz kommen, Ghita?“
„Zweifle nicht daran: Er ſelbſt iſt frei von allem Irrthum und aller Schwäche, und Sein erhabener Geiſt freut ſich des Sünders und des Bereuenden. O liebſter, liebſter Raoul, wenn du nur beten wollteſt!“
Ein Strahl, wie der des Triumphes, glühte auf dem Antlitz des Verwundeten; und Ghita ſtand in der freudigſten Erwartung auf und beugte ſich über ihn, wäh⸗ rend in ihrem eigenen Antlitz die Wonne der Hoffnung glänzte.
„„ Mon Feu-Follet!“ rief Raoul, und ließ die Zunge den vorübergehenden Gedanken verrathen, welcher die Glut des Triumphes in ſeinem Antlitze entzündet hatte: „„Mon Feu-Follet! du wenigſtens biſt entſchlüpft. Dieſe Engländer werden dich nicht unter ihre Opfer zählen und ihre Augen an deinen reizenden Formen ergötzen!“
Ghita fühlte Kälte ihr Herz durchbeben. Sie ſank auf ihren Sitz zurück und fuhr fort, das Auge mit einem Gefühle der Verzweiflung auf des Geliebten Antlitz zu heften, obgleich eine unbeſiegbare Zärtlichkeit ihre Seele ſtets erfüllte. Raoul hörte die Bewegung; er wendete den Kopf und blickte das Mädchen eine volle Minute mit


