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Sein Herz war noch voll von Ghita; aber ſeine außerordentliche Lage und vor Allem der prachtvolle Anblick, der ſich ſeinem Auge bot, war es, der gewiſſe Gemälde der Zukunft in ſeine Gefühle miſchte, welche ihm eben ſo neu waren, als ſie mächtig auf ihn wirkten.
Bei Ghita war es anders. Als Weib hatte ſie die Wucht dieſes plötzlichen Schlages auf eine Weiſe gefühlt, welche ſie ſchwer zu ertragen fand. Dennoch dankte ſie dem Himmel, daß Alles, was geſchehen, ſo zu ſagen, in ihrer Gegenwart ſich begeben hatte; denn ſo blieben ihr die Mittel zu handeln und die Kraft des Gebetes.
Wir würden unwahr ſein, wenn wir ſagten, ſie habe nicht die innigſte Liebe zu Raoul, nicht die ganze Zärt⸗ lichkeit gefühlt, welche in ſo hohem Grade das Weſen des Weibes ausmacht; aber ſie war jetzt auf das Schlimmſte gefaßt, und ihre Gedanken wendeten ſich einem andern Zuſtand des Daſeins zu.
Eine lange Pauſe folgte, während welcher Raoul feſt auf das Sternengewölbe blickte.
„Es iſt merkwürdig, Ghita,“ ſagte er endlich,„daß ich, Raoul Yvard— der Korſar— der Mann des Kriegs und der Stürme— der wilden Kämpfe und der gefähr⸗ lichen Abenteuer— auf dieſem Felſen hier ſterbend liege, von all dieſen Sternen, die aus deinem Himmel gleich⸗ ſam auf uns nieder ſchauen, und mir zu lächeln ſcheinen, umglänzt!“
„Warum nicht dein Himmel ſo gut wie der mei⸗


