Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
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geheimnißvoll und lieblich, als in den Stunden des ſtär⸗ keren Lichtes. Dieſe Bai weicht in der That, in Folge der Ausdehnung ihrer Küſten, der Höhe ihrer Berge, der Schönheit ihrer Gewäſſer, welche die tiefblaue Farbe des grundloſen Meeres haben, und der Milde der Atmosphäre darin von der allgemeinen Regel ab, daß ſie von dem Tage alle die ſanften, träumeriſchen Reize leiht, welche man an andern Orten den Täu⸗ ſchungen der Nacht und dem ſanfteren Glanze des Mon⸗ des dankt.

Raoul ſtrengte ſich nicht ſehr am Ruder an, und da er hinten ſaß, mußte Ithuel ſich nach ſeiner Bewe⸗ gung richten. Er fand es ſo angenehm, Ghita auf ſei⸗ nem Elemente bei ſich zu haben, daß er nie beeilt war, wenn er ſich ihrer Geſellſchaft erfreute. Die Unterhal⸗ tung war, wie man ſich wohl denken kann, nicht lebhaft; aber die gedämpfte Trauer in Ghita's Stimme, wenn ſie dann und wann eine Bemerkung hinwarf oder eine ſeiner Fragen beantwortete, klang in ſeinen Ohren lieblicher als die Töne der Muſikchöre, welche nun von den Schif⸗ fen über das Waſſer zu ihnen herſchallten.

Mit der vorſchreitenden Nacht wurde der Landwind ſtärker und die Proſerpina konnte wieder raſcher gehen. Als das Boot etwa zwei Drittheile der Entfernung zwi⸗ ſchen den beiden Vorgebirgen des Golfes hinter ſich hatte, faßte die Fregatte die ſtärkere Strömung, welche quer ab von der Campagna, zwiſchen dem Veſuv und den Bergen