Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
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Aufenthalte gewählt, weil Ihr glaubtet, ich würde mich nicht hierher wagen. Nun, Ihr ſeht, was Ihr gewon⸗ nen habt; weder Nelſon, noch ſeine Zweidecker können Raoul Yvard von dem Weſen fern halten, das er liebt, wie ſiegreich und klug auch dieſer Engländer ſein mag.

Der Seemann hatte ſeine Ruder ſinken laſſen, um ſeinen Gefühlen in dieſen Worten Luft zu machen; denn die beiden jungen Leute betrachteten die Anweſenheit Car⸗ lo's nicht anders, als ob er einen Theil von ihnen aus⸗ machte. Dieſe Gleichgültigkeit gegen die Anweſenheit einer dritten Perſon bei ihren Unterhaltungen war eine Folge der Gewohnheit; denn der würdige Gelehrte und Glaubenseiferer war gewöhnlich zu abgezogen, um auf ſo leichte Dinge, wie Liebe und jugendliche Zärtlichkeit, Acht zu haben.

Ghita fand weder in den Vorwürfen ihres Bewer⸗ bers, noch in ſeinem Beharren etwas Ueberraſchendes; ihr Gewiſſen ſagte ihr, daß er nur die Wahrheit geſagt habe, indem er ihr beimaß, ihren Oheim aus dem ange⸗ gebenen Grunde veranlaßt zu haben, ihren Aufenthalts⸗ ort zu ändern; denn während ein Gefühl der Pflicht ſie drängte, die Thürme zu verlaſſen, reichte ihre Kunſt nicht aus, einen andern Wohnort aufzufinden, als den,

welchen ſie von Zeit zu Zeit zu beſuchen pflegte, und

von dem Raoul aus ihren eigenen argloſen Erzählungen beinahe eben ſo viel wußte, wie ſie ſelbſt. Ich kann nicht mehr ſagen, als ich bereits geſagt