Teil eines Werkes 
2. Th. (1843)
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jenſeit Sorrento, auf der andern Seite des Golfs. Wir pflegen dort jährlich einen Monat bei der Schweſter meiner Mutter hinzubringen, welche dies als einen Be⸗ weis unſerer Liebe fordert.

Wenn ich nicht dies Alles gewußt hätte, Ghita, würde und könnte ich nicht hier ſein. Ich beſuchte heute das Haus Eurer Tante, folgte Euch nach Neapel, hörte von des Admirals Verhör und Verurtheilung, fühlte, wie nahe dies Euerm Herzen gehen müſſe, entdeckte Euch an Bord des engliſchen Admiralſchiffes, und erwartete Euch da, wo Ihr mich fandet, nachdem es mir vorher gelungen, Euern Bootsführer wegzubringen. Alles dies hat ſich ſo natürlich ergeben, wie das Gefühl, das mich veranlaßte, mich wieder in den Rachen des Löwen zu wagen.

Der Krug geht ſo oft zum Brunnen, Raoul, bis er zerbricht, ſagte Ghita nicht ohne Vorwurf, obgleich es ihre Kräfte überſtieg, ihren Worten nicht einen zärt⸗ lichen Beilaut zuzugeſellen.

Ihr wißt Alles, Ghita. Nach Monaten treuer Beharrlichkeit und einer Liebe, wie ſelten ein Mann ſie gefühlt, weigertet Ihr Euch entſchloſſen und kalt, meine Gattin zu werden, ja, Ihr verließet Monte Argentaro abſichtlich, um meiner Bewerbungen los zu werden; denn dorthin konnte ich mit meinem Logger jeden Augenblick kommen; Ihr habt dieſen Golf, der von Engländern und andern Feinden Frankreichs wimmelt, zu Euerm