— 382—
„Hochwürdiger Herr, hier iſt kein Betrug denkbar! — dieſes holde Kind gleicht ihrer armen Großmutter, und mein Herz ſagt mir, daß ſie meine Enkelin iſt. Ich weiß nicht, ob ich dieſe Entdeckung in dieſer Stunde für ein Glück oder für ein Unglück halten ſoll— denn ſie trifft das Ohr eines Sterbenden!“
„Großvater— Euern Segen! Segnet Ghita, damit ich den Ton des elterlichen Segens einmal höre!“
„Geſegnet ſeiſt du— geſegnet ſeiſt du— meine Tochter!“ rief der Admiral, beugte ſich über das wei⸗ nende Mädchen, ſegnete ſie, und hob ſie dann empor, um ſie zärtlich zu umarmen;„ſie muß mein Enkelkind ſein — ich fühle es, ſie muß mein Enkelkind ſein.“
„Eccellenza,“ ſagte Carlo,„ſie iſt die Tochter Eures Sohnes, Don Francesco, und meiner Schweſter, Ghita Giuntotardi, ein Sprößling rechtmäßiger Ehe. Ich möchte Niemanden täuſchen, am wenigſten einen Sterbenden.“
„Ich habe keine Beſitzungen zu vermachen— keine Ehren zu vergeben— keinen Namen zu hinterlaſſen, deſſen man ſich rühmen kann. Der Sprößling eines Lazzaroni iſt beſſer daran, als jetzt ein Kind des Fran⸗ cesco Carraccioli.“
„Großvater— daran denken wir nicht— darum grämen wir uns nicht. Ich bin nur gekommen, Euch um den Segen zu bitten, welchen Ihr mir gegeben habt, und Euch die Gebete gläubiger Chriſten darzubieten, ſo arm wir auch ſind. Mehr als dies wollen wir nicht—
wünſche muth Reichth behren
C 77
Hauptg Heirath der Fa dieſe g leben lo meiner geltend ſchen ur
220 Ghita e alten N Euch ve in Zor Gold—
„ ließ ſeit Platz n nicht m belegt- Stunde ſein. S nicht hit


