Teil eines Werkes 
: 1. Th. (1843)
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Unter vielen andern Sünden habe ich auch dieſe längſt bekannt und darf hoffen, daß ſie mir verziehen iſt, denn ich habe ſie bitter bereut. Ich hatte einen Sohn der junge Mann führte ſogar, obgleich er nie in meinem Palaſte wohnte, meinen Namen, bis eine unbeſonnene und übereilte Heirath ihn aus meinen Augen verbannte. Ich beabſichtigte ſtets, ihm zu verzeihen und für ſeine Bedürfniſſe zu ſorgen; der Tod überkam aber beide Gatten zu früh, und es war keine Zeit mehr. So viel war mir bekannt; und es that mir weh, daß Alles ſo gekommen; von ſeinem Kinde aber habe ich vor dieſem Augenblicke niemals gehört. Es iſt ein liebliches Antlitz, frommer Pater, es ſcheint der Sitz der Wahrheit zu ſein.

Warum ſollten wir Euch täuſchen, Großvater? ſagte Ghita und hob ihre Arme empor, als ſehne ſie ſich nach ſeiner Umarmung;wie könnten wir Euch in einem ſolchen Augenblicke täuſchen? Wir kamen nicht hierher, um uns Ehren, Reichthümer oder Euern berühmten Namen zu erbitten! wir kommen nur, um Euern Segen zu empfangen und Euch wiſſen zu laſſen, daß ein Kind aus Euerm Geblüte auf Erden zurück bleibt, um für Eure Seele zu Gott zu beten.