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Jetzt ſchritt Ghita bis zu dem Gefangenen vor, kniete ſich nieder, beugte ihr Haupt, und ſagte:
„Großvater— Euern Segen dem Kinde Eures einzigen Sohnes!“
„Großvater!— Sohn!— ſein Kind!“ wiederholte Don Francesco.„Ich hatte einen Sohn— zu meiner Schaam und Zerknirſchung bekenne ich es nun— aber er iſt ſeit langer Zeit todt. Ich wußte nicht, daß er ein Kind hinterlaſſen.“
„Sie iſt ſeine Tochter, Signore,“ ſagte Carlo Giun⸗ totardi;„ihre Mutter war meine Schweſter. Ihr habt uns für zu niedrig gehalten, um uns einer ſo erlauchten Verbindung werth zu achten; und wir haben nie gewünſcht, vor Euern Augen zu erſcheinen, bis wir glaubten, wir würden eine willkommene Aufnahme finden.
„Und wie kommt es, daß du jetzt die Verwandt⸗ ſchaft mit einem verurtheilten Admiral in Anſpruch nimmſt, guter Mann?“
„Nein, Großvater,“ antwortete eine ſanfte Stimme zu ſeinen Füßen;„Eures Sohnes Tochter fleht ihren ſterbenden Verwandten um ſeinen Segen an. Dieſe Gunſt ſoll durch Gebete für Eure Seele vergolten werden.“
„Frommer Pater— dies habe ich nicht verdient. Dieſe zarte Pflanze lebte vergeſſen im Schatten, und nun hebt ſie ihr furchtſames Haupt, um in der Stunde des Todes ihren Duft darzubieten!— ich verdiene dies nicht!“ „Mein Sohn, wenn der Himmel keine Gnade böte,
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