Teil eines Werkes 
: 1. Th. (1843)
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er in aller Eile zum Tode verurtheilt worden. Die fürchterliche Stunde war nahe, und er befand ſich bereits in dem Schiffe, auf welchem die Hinrichtung ſtattfinden ſollte.

Der Bote Carlo Giuntotardi's fand dieſen unglück⸗ lichen Mann bei ſeinem Beichtvater, welcher ihn eben Beichte gehört hatte. Er vernahm die Bitte mit kalter Gleichgültigkeit, gewährte ſie aber augenblicklich, indem er glaubte, irgend ein Angehöriger ſeiner Familie oder ſeiner Beſitzungen ſei gekommen, um eine letzte Gunſt zu erbitten oder eine Handlung der Gerechtigkeit voll⸗ ſtreckt zu ſehen.

Bleibt hier, hochwürdiger Herr, ich bitte Euch, ſagte der Gefangene, als er bemerkte, daß der Geiſtliche ſich zum Weggehen anſchickte;es wird irgend ein con- tadino oder ein Gewerbsmann ſein, deſſen Anſprüche überſehen worden ſind. Ich freue mich, daß er ſich ein⸗ gefunden hat, denn ich möchte mit keinem Unrecht belaſtet von hinnen gehen. Laßt ſie hereintreten, mein Freund

Bei dieſen Worten wurde ein Zeichen mit der Klin⸗ gel gegeben, die Cajütenthüre öffnete ſich und Ghita trat im Geleite ihres Oheims ein.

Die Pauſe, welche nun folgte, dauerte eine volle Minute, und während dieſer Zeit ſahen die Anweſenden ſchweigend einander an; der Gefangene bemühte ſich ver⸗ geblich, ſich der Züge ſeiner Beſucher zu erinnern, und das Mädchen zitterte vor Furcht und Schmerz.