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lich zahlreich, ſo wie die Muthmaßungen unbedacht und gehaltlos waren.
Die Eine meinte, es ſei ein Schiff mit Depeſchen von Livorno, und es habe vielleicht gar ſeine„eccel- lenza“ an Bord; dann aber bemerkte man dagegen, Livorno liege ja nördlich und nicht weſtlich. Eine Andere glaubte, es habe eine Ladung Geiſtliche von Corſica nach Rom zu ſchaffen; man ſagte ihr aber, die Geiſtlichen ſeien eben in Frankreich nicht ſo ſehr begünſtigt, daß man wegen ihrer ein Schiff gewählt hätte, welches augen⸗ ſcheinlich ſo viel beſſer ſei, als die gewöhnlichen Fahrzeuge des Mittelländiſchen Meeres. Eine Dritte, die mehr Phantaſie hatte, als die übrigen, ließ den Zweifel laut werden, ob es überhaupt ein Schiff ſei, da trügeriſche Erſcheinungen dieſer Art überhaupt nicht ſelten vorkä⸗ men, und es ſich ja in der That als etwas ganz Unge⸗ wöhnliches darſtellte.
„Si,“ ſagte Annina,„dies wäre aber doch ein Wun⸗ der, Maria; und warum ſollten wir jetzt ein Wunder haben, nachdem die Faſtnacht und die meiſten Feſttage längſt hinter uns liegen? Ich halte es für ein wirk⸗ liches Schiff.“
Die Andern lachten, und nach vielem Hin⸗ und Herplaudern und eifrigem Beſprechen des Gegenſtandes kamen Alle darin überein, der Fremdling ſei ein dona ſide Schiff einer oder der andern Art, obgleich Alle darin


