Teil eines Werkes 
: 1. Th. (1843)
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Wir haben der Frauen erwähnt. Natürlich mußte ein Begebniß, wie dieſes, in einer Stadt von drei⸗ bis viertauſend Seelen einen beträchtlichen Theil des holdern Geſchlechtes auf die Höhen locken. Die Mehrzahl derſel⸗ ben war bemüht, ſo nahe als möglich an die Seite des alten Seemannes zu kommen, um die erſten Nachrichten zu erhalten, und dieſelben um ſo ſchneller zu verbreiten. Es ſchien aber, als wenn ſich unter den jüngern Mäd⸗ chen auch eine Art weiblichen Orakels gefunden hätte, um die ſich ein Dutzend der ſchönſten Töchter der Inſel geſchaart hatten, und neugierig horchten, was Ghita vor⸗ läufig zu ſagen haben möchte, vielleicht auch von dem Stolze und der Beſcheidenheit ihres Geſchlechtes und Standes geleitet, welche ſie lehrten, ein wenig mehr Zurückhaltung zu zeigen, als der weniger gebildete Theil ihrer Gefährtinnen zu beweiſen nöthig hatte.

Wenn wir aber von Stand ſprechen, darf man die⸗ ſes Wort in einem äußerſt beſchränkten Sinne nehmen. Porto Ferrajo hatte nur zwei Klaſſen von Bewohnern, Gewerbsleute und Arbeiter, obgleich etwa ein Dutzend Menſchen eine Ausnahme bildeten, kleine Beamten der Regierung, ein avvocnto, ein medico und einige Geiſt⸗ liche. Der Statthalter der Inſel war ein Toskaner von Rang, beehrte aber die Inſel ſelten mit ſeiner Gegen⸗ wart, und ſein Stellvertreter war ein Eingeborner der Stadt, deſſen frühere Stellung Allen zu bekannt war, als daß er ſich da, wo er geboren worden, hätte aufblähen dürfen.

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