Teil eines Werkes 
: 1. Th. (1843)
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Seemann anſichtig geworden, eilte er an ſeine Seite, ſo daß ſich bald eine Gruppe von mehr als zweihundert Männern, Frauen und Kindern um die Perſon des Pilotan geſammelt hatte, wie die Getreuen ſich in Augenblicken religtöſer Erregung ſchaaren um irgend einen beliebten Ausleger des göttlichen Geſetzes.

Wir dürfen hier nicht verſäumen, zu bemerken, mit welcher Achtung dieſer kleine Haufen freundlicher Italie⸗ ner ihren alten Seemann bei dieſer Gelegenheit behan⸗ delten; man hörte kein Geſchrei von Fragenden, und jeder war ſorgfältig bedacht, den Raum vor ihm frei zu laſſen, damit er in ſeinen Beobachtungen nicht geſtört werde.

An ſeiner Seite waren fünf bis ſechs Seeleute, die mit ihm gleichen Alters ſein mochten, und dieſe nahmen allerdings keinen Anſtand, ſich zu äußern, wie ihre Er⸗ fahrung es mit ſich brachte und geſtattete. Tonti aber verdankte dem Umſtande, daß er mit ſeinen Orakelſprü⸗ chen ſehr zurückhaltend war, und ſich vielleicht den Schein gab, mehr zu wiſſen, als er wirklich mittheilte, keinen kleinen Theil ſeines Rufes. Er war demnach ſchweig⸗ ſam; und während ſeine Seebrüder mannichfache wider⸗ ſprechende Anſichten hinſichtlich des Charakters des Fremd⸗ lings laut werden ließen, und unter den Landlun⸗ gerern und Frauen hundert eitle Muthmaßungen von

Mund zu Mund gingen, Lwar nicht eine Sylbe über die

Lippen des alten Mannes gekommen, die ſeinen Ruf hätte gefährden können. 184 186. 2