iſt in ihnen der wahre Geiſt des geſelligen Vergnügens zu finden. Eben ſo gut könnte man das Kartenſpiel, das bisweilen die Leere der Unterhaltung ausfüllen muß, geſellige Unterhaltung nennen, oder einen Tanz in klei⸗ nen überfüllten Sälen zu den Freuden der Geſelligkeit rechnen. Beides ſind höchſtens Verſuche, wodurch die Langweile in ihre Mittel, die Zeit zu vertreiben, einige Abwechſelung zu bringen ſich abmüht.“
„Doch bei uns gibt es ſonſt wenig, außer dieſen Bällen, den Morgenbeſuchen und den gelegentlichen Abend⸗ geſellſchaften in welchen nicht getanzt wird.“
„Es thut mir leid, dieſes zu hören; denn in dieſem Falle gibt es hier keine eigentliche Geſelligkeit.“
„Iſt das geſellige Leben denn etwas Anderes in Pa⸗ ris, in Florenz oder in Rom?“
„Allerdings. In Paris ſind viele Häuſer jeden Abend allen anſtändigen Beſuchern geöffnet; man erſcheint darin ohne viel Umſtände. Die Frauen ſieht man in ſol⸗ chen Geſellſchaften in den Anzügen, welche den ſpätern Zeitvertreiben oder Beſuchen angemeſſen ſind; einige näm⸗ lich ganz einfach gekleidet, die eine Freundin beſuchen wollen; andere dagegen in völligem Staat, weil ſie vorhaben, ſich in die Oper, in ein Concert zu begeben oder gar bei Hofe zu erſcheinen; einige von einem Di⸗ ner kommend; andere um ſpäter auf einen Ball zu ge⸗ hen. Dieſe verſchiedenen Zwecke tragen nicht wenig bei zur Annehmlichkeit der ungezwungenen Unterhaltung;


