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eingewirkt, und Grace war ihrerſeits in ſolchem Grade beſorgt wegen des Eindrucks, den ſie auf ein Mädchen machen werde, das ſo lange in Europa geweſen war, daß in dieſem entſcheidenden Augenblick ihr erſtes Zu⸗ ſammentreffen dem Anſchein nach wenig. Gutes für ihr künftiges gegenſeitiges Verhältniß hoffen ließ.
Bis jetzt blieben beide in den Schranken ſtrengen Anſtandes, obgleich die heftigen Empfindungen, die in beider Herzen aufflammten, noch immer völlig niedergehal⸗ ten wurden. Aber das Lächeln während ihrer kalten, höflichen Verbeugungen, womit ſie einander anblickten, hatte doch Etwas von dem lieblichen Ausdruck kindlichen Gefühls und weckte in beiden die Erinnerung an die vereint verlebten Kinderjahre und ihre herzinnige Luſt.
„Grace!“ ſagte Evchen halblaut, raſch einige Schritte näher tretend mit einigem Ungeſtüm, und ihre Wangen färbten ſich in ſanftem Morgenroth.
„Evchen!“ entgegnete die Andere.
Beide öffneten ihre Arme, und in demſelben Augen⸗ blick umſchlangen ſie einander in langer inniger Um⸗ armung. Damit war das frühere Band innigſten Ver⸗ trauens auf's Neue und feſter geknüpft, und ehe der Abend kam, war Grace völlig einheimiſch geworden im Hauſe ihres Oheims. Doch bemerkte Miß Effingham manche Einzelnheiten an Miß van Courtlandt, die ſie lieber weggewünſcht hätte; und ihrerſeits würde ſich Miß van Courtlandt in der Geſellſchaft von Miß Effingham


