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ſie bemerkte, wie ſeine Hände mit Blut befleckt waren, und als ſie zuletzt den Prieſter erblickte... da wurde ſie wie von einem Zauberſchlag berührt. Sie blieb zitternd in der Mitte des Zimmers ſtehen, ſchrie laut anf und ſank wie leblos zu Boden.
Godmaert bedeckte ſein Antlitz mit der Hand, um dieß ſchreckliche Schauſpiel nicht mit anſehen zu dürfen.
Der Prieſter war beinahe todt; er wurde von Wol⸗ fangh und Schuermans mehr getragen, als unterſtützt; ſeine Füße ermangelten der Kraft zu Schritten. Sein Herz aber war noch nicht gebrochen, ſein Geiſt noch licht.
Man ſetzte ihn in einen weichen Armſtuhl, in den er bewegungslos niederſank.
Gertrud hatte das Bewußtſein noch nicht ganz ver⸗ loren, denn ſie erwachte von ſelbſt und ſtund auf. Sie faßte ſich endlich ſo weit, daß ſie, während die andern ſchweigend um den Prieſter ſtanden, ihre Dienſtboten zu⸗ ſammenberief und nach Aerzten und Chirurgen ſchickte; die übrigen mußten Kiſſen und leinene Tücher holen oder Wein und ſtärkende Getränke herbeiſchaffen.
Dann, ohne ſich nach Ludwig umzuſehen, trat ſie zu dem Prieſter und wollte ihn auf ein gutes Bette le⸗ gen, was er aber verweigerte;— und die Hand des Fräuleins ergreifend, ſprach er, während ſich ſeine Züge verklärten:
„Meine theure Tochter, ſpare Dir die Mühe,— dein guter Vater geht zu Gott, Pater Franziskus ver⸗ läßt die Welt... aber warum ſollteſt Du trauern um mich— während mich eine neue Freude erfüllt? Ich habe lange gelebt, mein Kind; der Herr hat mich mit Gnade überhäuft— und nun erweiſet Er mir die groͤßte Gnade.. ich ſterbe für ſeinen heiligen Namen!“
Dieſe Worte machten auf das Herz des Mädchens einen ganz anderen Eindruck, als man hätte erwarten ſollen. Statt in Thränen auszubrechen, heiterte ſich ihr Geſicht auf. Sie antwortete:
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