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ſtand ein halbaufgebautes Haus, bei welchem ein Haufen Schiefer lag.
Kaum war Ludwig einen Schritt vorüber, als er ein Stück Schiefer an ſeinem Ohr vorüberfliegen hörte. Bald flogen noch mehrere Steine nach ihnen, bis endlich ein Stück die Stirne des Paters traf und ihm eine große Wunde beibrachte....Ludwig ſah das Blut über ſein Antlitz ſtrömen....
Nun kannte er keine Rückſicht mehr: er vergaß den Befehl des Prieſters und ohne ſich nach ihm umzuſehen, lief er auf Denjenigen zu, den er den Schiefer hatte wer⸗ fen ſehen, und ſtieß ihm das Schwert mit ſolcher Ge⸗ walt in den Leib, daß es aus dem Rücken wieder heraus⸗ ſah;— er ſah ſich um, um noch mehr Schlachtopfer zu finden; aber die Spötter hatten ſich davon gemacht.
Inzwiſchen war Pater Franziskus auf der Straße niedergeſunken. Der Schlag des ſchneidenden Schiefers hatte ihn ſo gewaltig getroffen, daß er ohnmächtig zu Boden ſtürzte.
Ludwig nahte ſich ihm, ängſtlich aufſchreiend und ihn halb aufrichtend, trug er ihn bis an die Mauer eines Hauſes, wo er ihn niederſetzte. Indeſſen waren die Ge⸗ waltthätigen wieder näher gekommen und warfen mit Steinen, Schiefer und Koth.
Verzweiſelnd, rathlos und nicht wiſſend, was zu thun, um den Prieſter zu befreien, ſtellte er ſich vor ihn hin und bedeckte ihn ſo mit ſeinem eigenen Leibe. Steine flo⸗ gen unaufhörlich gegen ihn und manchmal preßte ihm der
Schmerz einen Schrei aus. Vielleicht hätte er länger in dieſer Haltung ausgeharrt, aber ein Theil des Pöbels warf von einer andern Seite, ſo daß die Steine oft den Prieſter trafen.. Dieſer aus ſeiner Ohnmacht erwacht, wollte mit Gewalt Ludwig ihn verlaſſen heißen.
„Laſſe mich ſterben,“ ſprach er,„laſſe mich ein Mär⸗ tyrer werden— gib Dich nicht länger preis für mich..


