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Ludwig, van Halen, Schuermans und ihre Freunde waren gleichfalls zugegen. Einige von ihnen hatten ſich unkenntlich gemacht. Schuermans hatte das dicke Wamms und die blaue Hoſe eines Schiffers an; die Andern trugen den weiten Mantel um die Schultern und den breiten Hut auf dem Kopf.
Sie waren gerade im Berathſchlagen, wie ſie ſich zu verhalten hätten, als ſie alles Volk nach der Hauptkirche laufen ſahen. Aengſtlich für die Erhaltung beſorgt, drängten ſie ſich durch die dichtgeſchloſſenen Schaaren bis in die Mitte des heiligen Tempels. Gottes Wohnung wurde mit Fluchen und Schwöoren entheiligt, die Waffen erklangen an den marmornen Pfeilern— und die Gräber der Hei⸗ ligen wurden von gottloſen Füßen zertreten.
„Die Rede, die Predigt!“ wurde gerufen.
Doktor Herman beſtieg nun den Predigtſtuhl, mit der Bibel in der Hand. Er glaubte, daß man ihn ruhig predigen laſſen werde, denn in die andere Hand nahm er eine Piſtole— und rief, er werde es auf den, der ihn ſtören würde, abfeuern.
Ludwig und ſeine Freunde hatten mit Ungeduld zu⸗ geſehen.
„Das iſt einer der erſten Aufrührer,“ ſprach der Jüngling.
„Wollt Ihr ſehen, Ludwig, daß ich ihn im Augen⸗ blicke ſchweigen mache,“ fragte Schuermans. Auf ein Zeichen des Junkers lief er eilig die Treppe hinauf. Ehe Herman ihn bemerkte, hatte Schuermans ihm bereits die Piſtole aus der Hand gerungen und ſie weit wegge⸗ worfen.
„Gehſt Du herunter, Ketzer!“ rief er,„oder ich werfe Dich, wie einen Hund auf den Boden!“
Doktor Herman wollte nicht weichen. Auf ſeine Freunde vertrauend, ſuchte er Schuermans zu faſſen: doch dieſer, den Prediger um die Lenden faſſend, warf ihn wie einen Stein mitten unter das Volk, das ſchreiend auseinanderfuhr,
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