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Viele gewaffnete Männer fielen auf Schuermans los, um den Hohn ihres Meiſters zu rächen. Leicht hätten ſie den muthigen Antwerpner unbarmherzig getödtet, wären ihm nicht ſeine Freunde zu Hülfe geeilt.
Nun begann ein ſchrecklicher Kampf. Die Bilder⸗ ſtürmer wollten den Predigtſtuhl behaupten und ſchrieen den andern zu, ſie ſeien Spanier. Die kräftigen Arme und die ſchweren Fäuſte waren die einzige Waffe, welche ge⸗ handhabt wurde.
Dieſer Kampf hatte ſchon einige Zeit gedauert, als ein Fremder Schuermans einen Dolchſtich verſetzte, und ihm damit in den Arm traf. Einige Blutstropfen rollten ihm über die Haare. Seine Freunde wurden dadurch noch heftiger gereizt und alsbald blitzten die Dolche durch den Tempel: ein blutiges Gefecht ſchien unvermeidlich. Viele liefen fura tſam und ſchreiend aus der Kirche.—
Ploͤtzlich wurde das Volk, das am Eingang ſtand, mit unwiderſtehlicher Gewalt in den Tempel getrieben; die Kanzel ſchien unter ihrem Drucke ſeine Stütze ver⸗ lieren zu müſſen.— Wolfangh kam an der Spitze von zwanzig wohlbewaffneten Räubern wie toll in die Kirche. Bei dem Anblick dieſer unbekannten Männer, die mit fürchterlichen Blicken das Volk anſtarrten, und den Tempel zu einer Mörderhoͤhle machen zu wollen ſchienen, hatte der Kampf ſein Ende. Niemand durfte ſich rühren.
„Ludwig!“ rief Wolfangh,„was befehlt Ihr 24— Damit ſchwang er ſeinen Degen und ſtürzte unter die Menge. Che Ludwig ein Wort geſprochen, lagen ſchon zwei verwundet an dem Boden.
„Haltet ein! Haltet ein!“ ſprach der Jüngling,„ver⸗ gießt kein Blut. Wir ſind zu gering an Zahl, um die Predigt zu verhindern; laſſet uns lieber nach dem Stadt⸗ haus laufen und dort Hülfe ſuchen. Wir werden mit einer Bande Schützen wiederkommen und die Kirche räumen.“
Sie verließen den Tempel mit dem Gedanken, man


