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Das Wunderjahr 1566 : historischer Roman / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
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bin,... denn ſonſt würde ich mich ihnen entgegen ſtellen. Und Ihr, meine Freunde, die Ihr ſtets mit Achtung auf mich gehöre, ich beſchwöre Euch, helft den Ketzern nicht; wartet mit der Revolution. Verlaßt die Seite derer, die ſich nicht ſchämen, mit Hohn von Dingen zu prechen, die uns heilig ſind.“

Eine merkbare Spaltung war unter den Geuſen ein⸗ getreten. In der Tiefe des Zimmers um Houtappel und Van der Voort ſtanden die, welche von keinem Auſfſchub etwas wiſſen wollten. Um Godmaert hatten ſich Ludwig, van Halen, de Rydt und beinahe die Hälſfte der Geuſen geſchaart. Schuermans lief unſchlüſſig hin und wieder; während Wolfangh, als ein Fremder, Thhnon Theil an der Partheiung nahm. Nachdem Houtappel mit einem ſeiner Kameraden geſprochen, trat er in die Mitte des Zimmers und rief, die Hand erhebend:

„Wir trennen uns von den Aengſtlichen! Jeder, der den Namen Geuſe liebt; wer mit uns gegen die Spanier ſtreiten will, folge uns... Wir gehen anderswohin, um unſere Berathungen fortzuſetzen! Verräther ſollen uns nicht hören!“

Ungefähr die Hälfte verließ das Zimmer mit wildem Fluchen. Houtappel fand ſich nicht wenig betrogen, als er ſah, daß Wolfangh ihm nicht folgte.

„Kommt, Wolzangh!“ rief er.„Was könnt Ihr bei dieſen friedlichen Menſ ſchen thun? Ihr gehört zu ihnen, wie ein Hund zu einem Kegelſpiel!“

Der Näuber legte die Hand an das Piſtol und wollte Houtappel ſeinen Scherz mit dem Leben büßen laſſen, aber Ludwig hinderte ihn daran.

„Ihr ſeid gluͤcklich,“ rief I Volfangh, ngeht, ich habe nichts mit Euch gemein, und laßt mich in Frieden, oder ich werde Euch ſpotten lehren.“

Houtappel ging murrend die Treppen hinab. Im Zimmer blieb nur ein Geuſe, der nicht wußte, was er

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