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Das Wunderjahr 1566 : historischer Roman / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
Entstehung
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Geſetze, wie man es ſchuldig. Aber vor Allem, wenn Ihr glücklich ſein wollt, haltet die Ketzerei von Euerem Boden fern, und wenn Ihr ſehet, daß die verderbliche Saat unter Euch Wurzel faſſen will, reißt ſie aus,— vertilgt ſie. Denn ſie richtet Euer Vaterland zu Grunde... Ihr und viele Andere haben dieſe Worte gehori, Godmaert! Ihr und viele Andere habt ſie bekräftigt durch Thränen der Rührung und nun, wie bald war alles Das vergeſſen. Kaum war der Kaiſer fort, als Ihr Euch in Herrſchſucht vereinigt; Ihr habt die Statthalterin mit Bitten über⸗ fallen, die die Ketzer begünſtigen, und als ſie abgeſchla⸗ gen worden, habt Ihr gerufen, das Land werde gedrückt; alle Maßregeln, die man ergriff, das Eindringen einer neuen Lehre zu hindern, habt Ihr verflucht und ihnen ent⸗ gegengewirkt. Ihr habt das Volk gegen ſeinen Fürſten aufgereizt; Ihr habt ausgeſprengt, man wolle die Inqui⸗ ſition in den Niederlanden einführen, und dieſe Nachricht war falſch; Ihr wißt es. Die Tortur, welche ſeit undenklichen Zeiten und unter allen Herrſchern Niederlands beſtund, habt Ihr für die ſpaniſche Inquiſition ausgegeben: Ihr habt Euere Mitbürger betrogen. Ihr habt ſie glauben ge⸗ macht, man wolle Euere Freiheiten nehmen, weil man Euch neue und ſchädliche nicht zugeſtanden. Ihr habt Euch mit ehrgeizigen Edelleuten verbunden und habt es gewagt, Religionsfreiheit in den Niederlanden zu verlan⸗ gen, in einem Lande, wo Alles nur einen Glauben hat. Was ſoll dieß? Es war der Ruf, mit dem Ihr alle Ketzer von Frankreich und Deutſchland herbeigelockt. Sie ſind gekommen, die Geſandten des Teufels; ſie haben die alte Religion Belgiens in ſeinen Grundfeſten erzittern ge⸗ macht; ſie ſtürzen die Säulen der wahren Kirche, und Ihr, Ihr, Godmaert, ſeid es, der ihnen das Beil in die Hand gibt.— Und das nennt Ihr Vaterlandsliebe und Freiheit! Iſt der Gottesdienſt Euerer Väter Euch denn Tyrannei? Sucht Ihr denn Euern Ruhm im Kampfe gegen die Vertheidiger der leidenden Kirche? O ſagt mir,

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