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Das Wunderjahr 1566 : historischer Roman / von Hendrik Conscience. Aus dem Vläm. von E. Zoller
Entstehung
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Von trüben Gedanken gefoltert, ließ er das Haupt langſam und traurig auf die Bruſt ſinken. Plötzlich ſtrahlte von Ludwigs Geſicht eine beſondere Freude; er antwortete nicht auf die trüben Klagen des Vaters, ſondern ging aus der Hütte nach dem Platze, wo ſein Pferd ſtund, nahm etwas aus ſeinem Reiſemantel und kehrte zu den Leuten zurück, die noch in derſelben Haltung ſaßen.

„Vater,“ ſprach er, während er die Börſe, die er in der Hand hielt, öffnete,„ich will Eure freundliche Auf⸗ nahme und väterliche Aufmerkſamkeit belohnen,“— und legte vier Häufchen Geldes, jedes von zehn Goldſtücken, auf die ſchwarze Tafel.„Hier habt Ihr, guter Vater,“ fuhr er fort,„zehn Goldſtücke für jedes Eurer Kinder. Gebraucht ſie zu ihrem Vortheile,— und mögen ſie, wollte es Gott, ſich nie genöͤthigt ſehen, eine Hütte zu bauen.“

Vergebens wartete er auf Antwort von den verwun⸗ derten Leuten. Alle ſahen ihn ſtumm an.— Thränen lie⸗ fen über die Wangen des Alten, und die Mutter wußte nicht, was ſie ſagen ſollte.