Dieſe Predigt war den roͤmiſchen Confeſſionsanſichten ſehr feindlich geſinnt; denn die Lehrer ſuchten die Zuhörer zum Bilderſturme und Kirchenverwüſtung anzufeuern. Das Volk horchte hoch auf und kein Laut der Menge ſtörte den Redner.
Nachdem Ludwig eine Weile der verderblichen Lehre zugehört, ergriff er Schuermans Hand, grüßte ihn nickend und wandte ſein Pferd nach dem großen Wege. Da be⸗ gegnete er zehn Reitern mit geladenen Gewehren, um Allee, welche etwas gegen die Predigt unternehmen wollten, abzuhalten. Sie ließen den Junker ruhig ziehen. Er befand ſich bald auf der rechten Bahn und ſetzte nachdenklich ſei⸗ nen Weg fort.
Unter den mannigfaltigſten Traumbildern, aus denen ihm mitten unter allen ſchrecklichen Ahnungen immer wie⸗ der Gertrud entgegen lächelte, war er raſcher vorwärts gekommen, als er glaubte.
Er hatte ſchon das Dorf Vyneghem hinter ſich und war immer noch zwei Stunden von dem Ziele ſeiner Reiſe entfernt; doch der Saum des Horizontes, welcher dunkel und ſchwarz wurde, ließ unſern jungen Pilger kein gu⸗ tes Wetter erwarten. Er ritt deſſenungeachtet muthig wei⸗ ter und ſein Pferd, die Sporen fühlend, ſchlug einen ſchnellen Trab an. Die Wolken erhoben ſich langſam und trieben über ſein Haupt hin, und ſchon ſah er einige Waſſertropfen auf dem Zeuge ſeines Pferdes blinken.
Schon war er an dem Dorfe Schilde weit vorbei und er erreichte gerade die erſten Häuſer ven Zoerſel, als der leuchtende Blitz über die Gipfel der Bäume hinfuhr und ein heftiger Donnerſchlag die ſchwarzen Wolken öff⸗ nete. Der Wind jagte den Regen ſtürmiſch fort.— Das Waſſer trof von den Kleidern des Reiſenden; die Wege wurden beinahe unbrauchbar und das Pferd durch das fortwährende Blitzen erſchreckt, war weder durch Schläge, noch Schmei⸗ cheleien zum Weitergehen zu bewegen. Nun ſah Ludwig
eine H. dieſelbe
„0 ter zu
ſich die geöffne
einem
( Menſch ternehn
D vorſpru Gaſte.
„ hoͤflich.
/ glücklie zu ſein
J auf der
8
wir be — fo S
82
Freund
Kempe dem F Euch


