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horchten ſie beide, um die Urſache des Geräuſches zu ver⸗ nehmen.
„Spaniſcher Bluthund!“ ſchrie Godmaert, hinaus aus meinem Hauſe; ſetzt nie wieder einen Fuß über meine Schwelle. Geh', Schlange!“
„Ja, armer Geuſe,“ antwortete Valdès,„was hin⸗ dert mich, daß ich Dich in dieſem Augenblick nicht wie einen Hund behandle.“
Godmaert brüllte vor Zorn, während er ſich um an⸗ derer Gründe willen nicht rächen durfte.
Nun ſprang Ludwig, knirſchend ſeinen Degen aus der Scheide ziehend, nach der Thüre. Gertrud bleich vor Angſt, hangte ſich an ihn:
„Ludwig! ach Ludwig! was willſt Du thun?“
„Meine Hände in das Blut des Spaniers tauchen!“ ſchrie er, ſich mit Gewalt aus den Armen des Mädchens reißend— und floh wie ein Pfeil aus dem Bücherſaal. Gertrud folgte ihm und ſuchte ihn nochmals zurückzuhalten. Allein vergebens.
Mit einem Arme, durch Haß und Liebe kräftig, faßte er die Kehle des Spaniers— daß dieſem die Zunge blau wurde.
„Elender Spötter eines wehrloſen Greiſes!“ rief er aus, den Spanier auf den Boden werfend,„gib Deine verächtliche Seele dem Schöpfer zurück; denn Dein letzter Seufzer geht über Deine Lippen.— Damit drückte er ſeinen Feind ſo feſt, daß dieſer unbeweglich am Boden lag.
Godmaert war vor Zorn und banger Furcht ange⸗ griffen auf einen Lehnſtuhl zurückgeſunken. Da ſaß ſeine Tochter verzweifelnd zu ſeinen Füßen, ihren Vater rufend, als ob er ihre Bitte hören könnte.— Sie ſtrich mit ihrer Hand durch ſeine greiſen Haare und ſuchte ſeine Wangen durch glühende Küſſe zu erwarmen. Plätzlich wandte ſie ſich um und ſah Ludwig die Spitze ſeines Degens auf die Bruſt des Spaniers richten. Weinend verließ ſie ihren
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