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Vater und hing ſich ſo feſt an Ludwig, daß ſie ihn zurück⸗ zog und ihn ſo hinderte, den Mord zu vollbringen. Er ſuchte aber mit aller Gewalt ſich aus ihren Armen los⸗ zureißen, um ſeine Rachluſt zu befriedigen; aber die verzweifelnde Gertrud hielt um ſo feſter, da ſie in des Juͤnglings irren Blicken nur blutdürſtige Raſerei leſen konnte.
„Ludwig!“ rief ſie, auf ihren Vater deutend,„hier, hier liegt das Schlachtopfer Deines Ungeſtüms!“
Der Junker ließ ſeinen Degen zu Boden ſinken und vergaß ſeinen Feind, um Godmaert zu Hulfe zu eilen. Er hob den Stuhl, in welchem der Greis ſaß, auf und trug ihn in das nächſte Zimmer. Hier öffnete endlich God⸗ maert ſeine Augen.
„Wo iſt er?“ fragte der Vater mit ſchwacher Stimme.
„Er liegt auf dem Boden in den letzten Zügen,“— antwortete Ludwig,„es ärgert mich, daß ich ſein Blut nicht vergoſſen. Dürft' ich es noch thun!“ Er ſchien den Greis um ſeine Billigung zu fragen. Godmaert hätte ge⸗ wiß von Verſöhnung geſprochen, aber die Umarmungen und Küſſe ſeiner Tochter hinderten ihn daran.
„Ach, lieber Vater!“ rief ſie vor Freude weinend, „Gott hat meine Bitte erhört.— Du lebſt, ohl! 1— 4 Von Schmerz und zugleich von heftiger Freude ermattet, ſank ſie lächelnd auf den Schooß ihres Vaters nieder. Die Roſen ihrer Wangen verſchwanden, ihre Augen ſchloßen ſich — und ſie blieb blaß und kalt unter den Küſſen ihres Vaters liegen.
Ludwig lief auf ſie zu, doch nun ging die Thüre auf und der Spanier trat ſchäumend auf ihn los.
„Da, da! Ludwig!“ rief Godmaert, auf einen an der Mauer hängenden Degen zeigend, bewahre Deine unmächtige Freundin vor des Mörders Händen!“
Ludwig, den Degen ergreifend, ſtellte ſich vor ſeine Geliebte,


