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„Dolch und Bettelſack,“ war die geflüſterte Ant⸗ wort.
Sie wurden eingelaſſen und das Pförtchen hinter ihnen geriegelt.
„Nun! verroſtete Zauberhere,“ ſragte Konrad,„ſind die Bettelſäcke hier?“
„Allzuſammen,“ antwortete das alte Weib,„außer Godmaert. Geht nur hinein!— Die Herren ſind recht im Disputiren. Ich bin nur ein altes einfältiges Weib; aber wenn ſie was weniger laut ſprächen, würden ſie wohl beſſer daran thun— denn wer weiß, ob nicht Latten am Hauſe ſind!“—
„Was ſagſt Du da, Mutter?“
„Ja, ja, Herr Konrad, da iſt ſo ein junger Träumer in dem Zimmer,— dem würde ich nicht über den Weg trauen.“
„Schweig', und ſorg' für Deine eigne Haut,“ ſagte Konrad— und ſtieß die Thure des tiefer gelegenen Saa⸗ les auf.
Das Zimmer, in das ſie traten, war ziemlich groß und an allen Seiten mit goldenem Leder behangen. Unter dem Schiefermoſaik des verrauchten Schornſteines, brannte ein kleines, krachendes Feuer. Eine eiſerne Lampe mit zwei Becken von der Decke herabhängend, warf ihr blaſſes und geheimnißvolles Licht in die Ecken des Zimmers. Auf einer länglichen Tafel lagen einige offene Briefe, ein großer Bettelſack, Piſtolen und Dolche. In einer Ecke ſtand ein Kruzifir von Ebenholz auf einem kleinen Leſepult.
Zwanzig Perſonen ſaßen in geſchnitzten Stühlen um die Tafel. Alle hatten, wie die beiden Eintretenden braune Mäntel und breite Hüte. Ihre Bärte, waren nicht, wie bei den Spaniern, in die Höhe gedreht, ſondern ſie fielen ſchwarz und dicht über den Mund herab. Ein Dolch hing ihnen, im ledernen Tragbande, an dem Halſe; auf der Bruſt trugen ſie Medaillen, auf welchen ein Bettelſack


