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Simon Turchi oder Die Italiener in Antwerpen (1550) : historische Erzählung aus dem sechzehnten Jahrhundert / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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.... Aufgeſchaut, Baas Stephen! Aufgeſchaut, da ſind ſie, glaube ich.

Aus der Mitte des Volks ertönte ein Freuden⸗ ſchrei und Jedermann drang vorwärts gegen das Thor, um Frau Geronimo Deodati in der Nähe vorübergehen zu ſehen. Wer ſie nicht kannte, wollte doch einmal die junge Edelfrau ſehen, deren Name in die blutige Geſchichte von Simon Turchi verwickelt war, und die man als ein Vorbild reiner Tugend, inniger Gottesfurcht und unbeſchreiblicher Schönheit rühmte; die Verwandten und Bekannten ſtanden dort verſammelt, um ſie noch einmal zu begrüßen, ihr ein ehrerbietiges und herzliches Lebewohl zuzu⸗ rufen und ihr Glück auf die Reiſe zu wünſchen.

Maria Van de Werve, jetzt Frau Geronimo Deodati, erſchien unter dem Thore, an der Hand ihres jungen Gatten.

Sobald die Bürger und das Volk ſie bemerkten, brach ein langes Jubelgeſchrei aus Aller Munde; man ſchwenkte die Hüte; man erfüllte die Luſt mit dem freudigen RufeHeil, Heil! und man dringte vor, um einen einzigen Blick auf das engelgviche Angeſicht der ſchönen jungen Frau und auf die fine und edle Miene ihres Gatten zu werfen, der ſo wunderbar durch Gottes Dazwiſchenkunft aus an Klauen ſeines grauſamen Feindes, Simon Turé, erlöst und gerettet worden war.

Herr Van de Werve ſchritt neben ſeiner Tochte einher; der greiſe Ritter und Handelsherr Deoda ging an der Seite ſeines geliebten Neffen Geronimo

Dann folgten die beiden verheiratheten Brüder Maria's und eine große Zahl der nächſten Verwand⸗

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