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„Seid ohne Furcht,“ antwortete Meiſter Jan, „es vergeht wohl noch eine Stunde, ehe der Henker⸗ karren den Stein verläßt.“
Der alte Bauer ſchien im Zweifel darüber, was er thun ſollte.
„Aber ſeid Ihr gewiß, daß die Jungfrau jetzt gleich abreiſen wird?“ fragte er.
„Auf der Stelle, Baas Stephen; man beeilt ſich da drinnen ſo viel als möglich. Herr Van de Werve will aus der Stadt weg ſein, ehe der Nachrichter ſein Werk beginnt.“
„Das iſt wunderbar,“ bemerkte der Dorfbewoh⸗ ner.„Warum wartet er auf dieſen Tag? An ſeiner Stelle wäre ich ſchon lange abgereist.“
„Ah, das iſt wieder ein Beweis von Gottes Ein⸗ greifen bei dieſen ſchrecklichen Begebenheiten,“ ant⸗ wortete Meiſter Jan.„Bereits acht Tage lang liegt das Schiff bereit, welches mit ihm nach Italien ſegeln ſoll. Der Wind iſt aber unveränderlich Südweſt ge⸗ blieben. Erſt dieſe Nacht hat er ſich nach Oſten ge⸗ dreht und die Reiſe auf ſolche Art möglich gemacht; aber die Fluth geht noch hoch und wird erſt zu der Stinde zu fallen beginnen, welche für den Tod des Mrders beſtimmt iſt. Ihr ſeht wohl: Gott ſelbſt ha gewollt, daß Herr Van de Werve hier bleibe, bi ſeine allmächtige Rache gänzlich vollbracht iſt.“
„Und ſie reist nach Italien? Auf immer?“
„O, nein, es iſt eine Brautreiſe. Sie kehrt bin⸗ m eines Jahres zurück: ſo bald ſie in dem reichen id prächtigen Italien die Falſchheit und Grauſam⸗ it von Simon Turchi einigermaßen vergeſſen hat
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