300
„Ach, dafür ſei Gott ewig gedankt!“ rief er;
„lieber, theurer Geronimo, Du haſt mir das Glück
meines Lebens wieder gegeben! Der falſche Böſe⸗ wicht dort, der mich glauben ließ, Du habeſt zehn⸗ tauſend Kronen im Spiele verloren! Nein, Du biſt noch tugendhaft, dankbar, liebevoll, mein Sohn, mein guter Sohn!“
„Laßt ab, aus Achtung vor dem Gericht, Sig⸗ nor Deodati,“ ſagte der Landvogt.„Wohlan, Ge⸗ ronimo, vollendet Eure Erklärung.“
„Welche Falſchheit! mich für einen Undankbaren, für einen Spieler auszugeben!“ murmelte der Junker mit aufgehobenen Händen.
Und ſich von Neuem zu dem Landvogte wendend, fuhr er fort:
„Am letzten Abendfeſt hier im Hauſe ſagte mir Simon Turchi, ein fremder Kaufmann, der aber un⸗ bekannt bleiben wolle, werde mir die zehntauſend Kronen bezahlen. Ich müſſe allein und heimlich in ſeinen Luſtgarten kommen, um meinen Schuldbrief gegen gute Wechſel auf Italien auszutauſchen. Als ich dahin kam, riß mich Julio, Simon's Diener, in einen Zwangſtuhl. Mein Körper wurde von ſtäh⸗ lernen Bändern gefaßt und zuſammengedrückt. Jetzt kam Turchi mit einem Dolche auf mich zu; er ent⸗ riß mir den Schuldbrief und vernichtete ihn vor mei⸗ nen Augen. Dann ſtieß er mir ſeine Waffe in die Bruſt; aber ſie wurde durch ein kupfernes Amulet, das ich um den Hals hängen habe, abgehalten. Ein Stich, der mir durch den Hals beigebracht wurde, ſchien mir den Tod zu bringen; ich fühlte einen kur⸗ zen Augenblick das Blut mir entſtrömen; dann nahm
ich, die? Leben.“ Der e nen Dege Luſt zu h der ſtreng ſchwang und ſtieß Mörder Geſicht, c 25 Geronime fenen Gr ſtimmt w zu begra mich tödt zu meine rettet. let ſchenk erlöst he vergange Julio im men geſte den Bau dungen l arbeitet, Nun iſt mir voll. lichſten auf Erde Gero die Aug⸗


