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Erguß Eurer Freude einen Augenblick einzuhalten. Im Namen des Gerichtes fordere ich Euch auf, mir zu ſagen, was Euch widerfahren iſt und warum Ihr Signor Turchi einen Mörder nennt. Tretet näher und gehorchet meinem Befehl!“
Geronimo drückte noch einmal Maria die Hand, beruhigte ſie durch einige leiſe Worte und trat dann auf den Landvogt zu.
Turchi, vorausſehend, daß es jetzt zur Enthüllung ſeiner abſcheulichen Miſſethaten komme, war es, als ob er vor Angſt und Scham ſterben müßte, und er krümmte ſich in convulſiviſchen Zuckungen. Doch wagte er nicht, ſeinem Ankläger in's Geſicht zu ſehen.
„Wohlan, Signore, erklärt, was Ihr wißt,“ ge⸗ bot der Landvogt.
„Ach, es iſt ſo entſetzlich!“ begann Geronimo. „Es iſt fünf oder ſechs Wochen her. Simon Turchi kam zu mir und ſagte mir, ein unvorhergeſehenes Zuſammentreffen von Umſtänden habe ihn in eine Lage verſetzt, wo ihm zehntauſend Kronen dringend nothwendig wären. Fände er ſie nicht auf der Stelle, ſo würde ſein Handelshaus fallen und er für immer mit Schande bedeckt ſein. Nur auf einen Monat bedürfte er der erwähnten Summe. Ich lieh ihm die zehntauſend Kronen; und auf ſeine Bitte machte ich, um meine Gehülfen von dieſem Anlehen nichts wiſſen zu laſſen, keinerlei Eintrag da⸗ von in die Handelsbücher und begnügte mich mit einem ſchriftlichen Verſprechen der Zurückzahlung...“
Mit einem Freudenrufe kam der alte Deodati auf ſeinen Neffen zu und ſchloß ihn frohlockend in die Arme.
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