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regte ſich in ihm noch der Gedanke, zu fliehen oder durch demüthiges Flehen das Urtheil von ſich abzu⸗ wenden; doch erſtickte jedesmal eine drohende Ge⸗ berde des Landvogts alle Hoffnung in ſeinem Herzen und zwang ihn, das Haupt noch tiefer auf die Bruſt niederzubeugen.
Maria erwachte aus ihrer Ohnmacht. Sie blickte verwundert und fragend im Saale herum und ſchien erſt ſich in das Gedächtniß zurückzurufen, was ge⸗ ſchehen war; aber als Geronimo mit einem Freuden⸗ ſchrei ihre Hände faßte, erhellte ein ſeliges Lächeln ihr Angeſicht; voll Entzücken ſchaute ſie ihm in die Augen und ſeufzte:
„Ach, es iſt kein Traum; Ihr lebt! ich ſehe Euch wieder! Geronimo! Geronimo!“
Der junge Edelmann war von freudiger Rührung ſo überwältigt, daß er, während die Thränen ihm aus den Augen ſprangen, ſtatt aller Antwort nur den ſüßen Namen ſeiner Geliebten ſtammeln konnte.
Seit dem Erſcheinen Geronimo's waren nur we⸗ nige Augenblicke verfloſſen: die wechſelnden Gemüths⸗ ſtimmungen waren bei allen anweſenden Perſonen einander ſo blitzſchnell gefolgt, daß Niemand Zeit dejunden hatte, um durch Worte ſeinem Erſtaunen
zuft zu machen.... Aber der Landvogt, der wohl
dachte, daß er hier eine traurige Pflicht zu erfüllen habe, beſchloß, von ſeiner Obergewalt Gebrauch zu machen und dieſem traurigen und erſchütternden Schauſpiel ein ſchnelles Ende zu ſetzen.
Die Stimme erhebend, ſprach er mit gebieten⸗ dem Ton:
„Signor Geronimo, beliebt es Euch, mit dem
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