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Signor Geronimo erſchien in dem Saal. Sein Angeſicht war todesbleich und abgemagert, gleich einem Gerippe; noch konnte man, wie einen breiten Fleck vertrockneten Blutes, die Wunde an ſeinem Halſe bemerken; ſeine Kleider, obwohl einigermaßen geſäubert, waren noch unordentlich und beſchmutzt. Er glich in der That einem Spuckgeiſte, der aus ſeinem Grabe auferſtanden war.
Sobald Turchi ſein Schlachtopfer erkannt hatte, war er mit einem Schrei der Beſtürzung zurückge⸗ wichen; und betroffen von der Vorſtellung, Gott habe hier ein Wunder zugelaſſen, um ſeine Uebelthat zu ſtrafen, hielt er die zitternden Hände gegen Gero⸗ nimo ausgeſtreckt und ſchien um Gnade zu flehen.
Der Junker ſchleuderte ihm einen Blick des Ab⸗ ſcheu's und der Verachtung zu und rief:
„Du hier? Mörder, abſcheulicher Mörder! Zittere, zittere! Der höchſte Richter wird Rechenſchaft von Dir fordern über mein Blut.... über Julio's Tod!....“
Ein Murren der Beſtürzung und des Schreckens erfüllte den Saal; Jedermann ſchaute auf Simon Turchi, welchen die Worte des Junkers vernichtet zu haben ſchienen.
Geronimo ſchüttelte den Kopf, als wollte er die düſteren Gedanken aus ſeinem Geiſte verbannen, eilte mit offenen Armen auf den alten Deodati zu und ſchloß ihn frohlockend an ſeine Bruſt.
„O, Freude!“ rief er mit Thränen auf den Wangen.„Unverhofftes Glück, ich ſehe meinen guten Oheim noch einmal auf Erden: Ihr habt gelitten, nicht wahr? Gelitten und getrauert, wie ein Vater,
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