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Simon Turchi oder Die Italiener in Antwerpen (1550) : historische Erzählung aus dem sechzehnten Jahrhundert / von Hendrik Conscience. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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daß in mir der Gedanke auftauchte, ihre Freiheit zu erkaufen. Allerdings mußte ich dazu ein gut Theil des Geldes verwenden, welches mein Oheim mir zum Ankauf von Waaren zugeſandt hatte; allerdings zitterte ich zum Voraus bei der Ueberzeugung, daß er, der in Handelsſachen die Ordnungsmäßigkeit als unumſtößliche Regel geachtet wiſſen wollte, ſeinen Zorn mir aufbürden würde, aber gleichwohl ſiegte das Herz, die chriſtliche Liebe in mir. Auf Nichts, als mein Mitleid hörend, erkaufte ich der unglückli⸗ chen Blinden die Freiheit und machte ſie mit eigener Hand vom Pfluge los... Ach, es war die ſeligſte Stunde meines Lebens!

Maria und ihr Vater waren beide von der Er⸗ zählung des Junkers tief ergriffen; jedes von ihnen hatte eine ſeiner Hände gefaßt.

O, Geronimo, rief Maria,dafür ſegne Euch der liebe Gott, daß Ihr gegen die arme Chriſten⸗ ſclavin ſo barmherzig waret.

In der That, Ihr habt wohl, ſehr wohl daran gethan, ſprach Herr Van de Werve.Ich fühle, Geronimo, daß ich Euch um Eures Edelmuths willen gegen die unglückliche Blinde noch höher achte und mehr liebe... Sie war gewiß über die unerwar⸗ tete Erlöſung außerordentlich erfreut?

Das könnt Ihr Euch leicht vorſtellen, antwor⸗ tete der Junker.Als ich ihr ſagte, ſie ſei frei und dürfe mit mir nach dem erſehnten Vaterland zurück⸗ kehren, wurde ſie beinahe wahnſinnig vor Freude; ſie fiel zur Erde und pries den Herrn mit aufgeho⸗ benen Händen; ſie ſchlang die Arme um meine Kniee und benetzte meine Füße mit ihren Thränen. Nicht

wiſſend, n zog ſie d beſchwor! tragen. denjenigen retten, w machtlos lets anlan als daß e unfreiwilli wallfahrten hatte und von Eltern worden w deſſen Krö um ihren war überz Schutz verf

eines Küſt gebracht,

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