„ohne viel alte blinde n und gleich rts treiben. aus lauter e. Ich er⸗ war, und einem Ha⸗ keine Bluts⸗ e bezahlen e ein Zug⸗ 8d ſie erlö⸗ nglücklichen Nitleid ein, leides ver⸗ te, wie der merzensge⸗ heidniſchen
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meinſames Unglück eine Schweſter war, gegen die gottloſen Heiden zu vertheidigen. Da ich nutzloſe Gewalt nicht mehr anzuwenden wagte, ſuchte ich durch andere Mittel ihr Loos zu erleichtern. Wäh⸗ rend der wenigen Stunden, die uns oder vielmehr den Sclaventreibern zur Ruhe vergönnt wurden, ja jedesmal, wenn ich es, ohne geſehen zu werden, thun konnte, eilte ich zu der blinden Frau und theilte meine beſſere Nahrung mit ihr; ich ſuchte ſie mit der Hoffnung zu tröſten, daß Gott ſie nicht in die⸗ fen ſchrecklichen Ketten ſterben laſſen würde; ich ſagte ihr, wenn ich frei würde und wieder nach Italien käme, würde ich Alles anwenden, um ihre Freilaſſung zu bewirken, und müßte ich ſelbſt darüber einige Jahre aller Luſt entſagen, um ihr Löſegeld zuſam⸗ menzubringen; ich ſprach mit ihr von unſerem Va⸗ terland, von des Herrn Güte und von ihrer wahr⸗ ſcheinlichen Erlöſung. Die alte Blinde küßte mir die Hände und nannte mich einen Engel, ihr von Gott zugeſandt, um die Finſterniß ihres Lebens durch die milden Strahlen des Troſtes und Mitleids zu erhellen. Ich blieb nur noch einige Monate bei ihr in der Sclaverei. Mein Oheim, dem man auf meine Anweiſung von meiner Gefangennehmung und von dem geforderten Löſegeld berichtet hatte, ſandte eine bewaffnete Galeere nach Algier, um mich ab⸗ zuholen. Mit dem Betrag für den Preis meiner Freiheit ließ er mir zugleich die nöthigen Mittel zur Hand ſtellen, um aus der Berberei einige koſtbare Waaren nach Italien zu bringen. Als ich von der blinden Frau mich verabſchieden wollte, wurde ich von dem Anblick ihres Schmerzes ſo tief betroffen,


