fand, die Südſpitze von Afrika umſchiffend, eine neue
Straße nach Oſtindien. Dieſe letzte Entdeckung beraubte, da ſie die große Weltſtraße veränderte, die Stadt Venedig aller Vor⸗
theile ihrer Lage, und verſetzte den Handel in die Nothwendigkeit, ſich nach einem neuen Mittelpunkt
umzuſchauen.
Portugal und Spanien war ur See; ihre zahlloſen Schiffe fuhren na Indien und brachten von da die Specereien, die Perlen und die koſtbaren Metalle, welche beſtimmt waren, über die ganze alte Welt ſich zu verbreiten. Aber zu dieſer Verbreitung bedurfte man eines Stapel⸗ platzes, der halbwegs zwiſchen dem nördlichen und ſüdlichen Europa lag, und wohin Spanier, Portu⸗
ſowohl, als Franzoſen, Eng⸗
gieſen und Italiener Schweden und Ruſſen mit ebenſo
en am mächtigſten ch beiden
känder, Deutſche, viel Bequemlichkeit, als nach einem fortdauernden die neue und die alte Welt
Markt für Alles, was dem Handel zum Umtauſch zu bieten vermochten, ſich begeben konnten.
Die brabantiſche Stadt Antwerpen wurde zum Mittelpunkt des europäiſchen Handels erkoren; und es dauerte nicht lang, ſo begrüßte man ſie als die glückliche Erbin nicht allein von dem ſtolzen Venedig, ſondern auch von dem reichen Brügge*).
n, zu Brügge wohnhaften Kaufleute, panier, die daſelbſt blieben, ums folgend, vorthin üherſiedelten, zum große im Vortheil Antwer⸗ pens. Ludovicus Guie eſchreibung der
Niederlande, Arnhem 1617.
einige
9 Werpens Schiffe nen zw bis ſie 6


