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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Unmöglich! rief der Fiſcher in freudigem Ton, und ſo ſchnell ſich aufrichtend, als wären ſeine Nerven Springfedern geweſen. Sobald er einen Blick in die Tiefe geworfen hatte, hb er die Arme jubelnd in die Höhe; und während Thränen ihm über die Wangen floßen, ſchrie er, daß es über Düne und Thal erſchallte:

Ah, mein guter Simon! Bella Stock, meine Nichte! Mein liebes Vetterchen Joſeph! Herr von Milval!

Und indem er dieſen Willkommsruf ausſtieß, lief er die Anhöhe hinunter; aber die Kinder hatten ihn bemerkt. Sie verließen den blinden Greis und kamen jubelnd dem Fiſcher entgegengeſtürmt. Ich hörte den Ruf:Vetter Joſeph! Lieber Pathe! zehnmal aus der Bruſt der Kinder aufſteigen; ich ſah, wie das Mädchen dem Fiſcher die Hände küßte und ſtreichelte, während der Knabe, raſch wie ein Eichhörnchen, ſich ihm auf die Schultern ſetzte und ſo die Aermchen ihm um den grauen Kopf ſchloß. Ich ſah eine Weile hernach, wie der Fiſcher den Blinden umhalste, und wie er mit dem Herrn und der Dame lange Zeit die zärtlichſten Händedrücke wechſelte. Ich glaubte ſogar zu bemerken, daß auf den Geſichtern von allen dieſen Perſonen Thränen in der Sonne erglänzten. Wie dem ſein mochte, es iſt leicht begreiflich, daß dieſes Schauſpiel mich leb⸗ haft intereſſirte und meine Neugierde in hohem Grade erregt hatte.

Der alte Apotheker nahm ſein Glas vom Tiſche, trank es halb aus und ſagte:

Nun, die Geſchichte.

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