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„Wir haben bereits ſechs oder ſieben Monat auf einem Schloß gewohnt,“ antwortete er;„aber ich konnte es nicht aushalten. Ich werde krank und traurig: der Seewind muß mir einige Stunden täglich über die Stirne blaſen, ſonſt werde ich fade und dumm wie ein Fiſch.“
Er fragte mich haſtig, ob ich nicht mit ihm nach ſeiner Hütte gehen und ſein Mittagsmahl theilen wollte; aber ich hatte meinen Imbiß bei mir und lehnte es ab. Den Hügel hinabſteigend, rief er der alten Frau nach, und ich ſah ſie Beide, Arm in Arm, das Häuschen betreten.
„Aber, um Gotteswillen, die Geſchichte!“ wurde gerufen.
„Geduld, wir ſind daran,“ ſagte der alte Apo⸗ theker mit unzerſtörbarer Ruhe.„Richt lang hernach kam der Fiſcher wieder zu mir. Dießmal hielt er ein Schiffchen mit Maſt und Segeln unter dem Arme, und als er ſich mir genähert hatte, ſagte er:
„Das Mütterchen macht ihr Mittagsſchläfchen. Ich habe hier ein kleines Schifſchen, woran ich ſeit zwei Monaten gearbeitet habe. Es würde viel hüb⸗ ſcher ſein, nicht wahr, Herr, wenn rings herum ein rothes Band gemalt wäre;— und wenn auf dem Spiegel ſo Etwas wie eine Sonne, ein Mond oder ein Stern ſtände, damit man dem Schifſchen einen Namen geben könnte?“
„Und Ihr wollt mich erſuchen, das Schifſchen für Euch zu malen?“ fragte ich, laut auflachend.
„Nein, Herr, ich wollte Sie bitten, mir ein Bis⸗ chen rothe und gelbe Farbe aus dieſen Bläschen, und ein Pinſelchen zu geben. Ich werde mich eine Weile


