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„Armer Strandläufer!“ ſeufzte der alte Fiſcher. „Der Mann iſt wahnſinnig, Herr. Es iſt in früherer Zeit ein engliſches Schiff an unſerer Küſte unterge⸗ gangen. Der Körper des Kapitäns wurde an den Strand getrieben. Ob damals noch Leben in ihm war, das weiß ich nicht; aber als die Küſtenwächter ihn fanden, war er ſicherlich eine Leiche. Man hat Ko Snel, den Strandläufer, angeklagt, daß er dem Kapitän oder ſeinem Leichnam eine Brieftaſche voll Papiergeld abgenommen habe. Der Mann läugnete hartnäckig; aber das Gericht begab ſich in ſein Haus und fand die Brieftaſche in einer Ecke des Fußbodens vergraben. Ko Snel wurde zu zwanzig Jahren Kettenſtrafe verurtheilt. Nach zehn Jahren Gefäng⸗ niß hat man ihm die Freiheit geſchenkt, weil er ganz blödſinnig geworden war. Jetzt irrt der Unglückliche beinahe Tag und Nacht am Strande umher allezeit, wie er meint, von der Leiche des engliſchen Kapitäns, der ihn ermorden will, verfolgt. Er hat nie viel Gutes in ſeinem Leben gethan; aber aus Mitleid mit ſeinem ſchrecklichen Looſe helfen ihm die Fiſcher, und Jeder trägt Etwas bei, um ihn nicht verhun⸗ gern zu laſſen.“
„Endlich beginnt die Geſchichte!“ rief einer der Zuhörer.
„Noch nicht; aber Geduld, jetzt kommen wir ſchnell daran,“ bemerkte der Apotheker.
„Sehen Sie nur auf die Uhr,“ ſagte ein Anderer.
„Zum Teufel, meine Stunde naht,“ brummte der alte Erzähler,„meine Frau iſt bereits daran, ihre Schlafhaube aufzuſetzen. Ich werde es kurz machen. Kaum war der Blödſinnige einige Augenblicke


