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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Iſt dieß eine Arbeit für Männerhände? Man kommt damit weniger vorwärts, als mit Spitzennähen. Sehen Sie einmal, wie mir der Schweiß auf der Stirne ſteht, von nichts Anderem, als daß ich Ihnen zuſehe.

Nicht der Fiſcher iſt es; wir ſind es, die hier

ſitzen und denen der Schweiß vor Ungeduld ausbricht!

rief einer der Zuhörer.Die Geſchichte, die Ge⸗ ſchichte!

Geduld, wir kommen daran, wiederholte der Apotheker.Der alte Fiſcher war ein heiterer Burſche, der gern lachte. Was er ſagte, will ich der Kürze halber verſchweigen. Während wir ſo munter mit einander ſchwatzten, ſtand unerwartet hinter uns ein Mann mit einem Tragkorb auf dem Rücken, und den Körper auf eine ganz ſeltſame Weiſe vorwärts ge⸗ beugt, ſo ſehr, daß er im Gehen beinahe die Erde mit den Händen berührte. Er ſah uns mit einem verwilderten Blicke und voll Angſt an und ſprach in hohlem Tone:

Horcht, es ſtürmt ſchrecklich auf der See! Es iſt ein Schiff dieſe Nacht untergegangen. Habt Ihr die Leiche von dem Kapitän geſehen? Er lebte nicht mehr. Glaubt mir, er war todt... O, da iſt er! Da iſt er! Um Gotteswillen, haltet ihn zurück: er wird mich ermorden...

Und mit dieſen Worten ſprang der ſeltſame Mann die Anhöhe hinab, erſtieg wieder eine Düne, auf Händen und Füßen, gleich einem Thiere, und verſchwand uns aus dem Geſichte.

Was für ein Menſchenſchlag iſt das? fragte ich beſtürzt.

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