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er erzählt auf eine intereſſante Weiſe,“ bemerkte der Fremdling.
„Geduld, wir kommen ſchon daran,“ antwortete der Apotheker.„Ich ſaß alſo auf einem kleinen Hügel und malte, ſo gut ich konnte, die Ausſicht, welche ſich vor meinen Augen entfaltete. Es war rings um mich ſo ſtill, daß ich die See rauſchen hörte, den ganzen Morgen hatte ich noch kein lebendes Weſen außer Kaninchen geſehen— als ein Mann aus dem kleinen Häuschen kam und ſich ſeewärts wandte; aber da er mich bemerkte, ſtieg er den Hügel herauf, um ſich mir zu nähern. Es war ein Greis in Fiſcherkleidung, er mochte wohl über ſechzig Jahre alt ſein, aber er ging noch ganz gerade. — Die Art, wie er ſeine Füße in dem Sand auf⸗ pflanzte, und etwas Gewaltiges in ſeinen Bewegun⸗ gen, zeugten bei ihm von einer Muskelkraft, die nach dem Anblick ſeiner ſilberweißen Haare wunderbar erſcheinen mußte.“
„Gott mit Ihnen, Herr,“ ſagte der Fiſcher, ſich hinter meinen Rücken ſtellend, um zu ſehen, was ich that.
Ich wechſelte einige Worte mit ihm, über das Wetter, die See und die Dünen; aber er dachte nur daran, meinem Pinſel Zug für Zug zu folgen und wandte wohl eine halbe Stunde ſein Auge nicht von meiner Arbeit ab. Dann ſagte er plötzlich mit einem Lächeln:
„Alſo das nennt man Malen? Alle die tauſend kleinen Kleckſe, woran ich mich blind gucke, ſollen ein Gemälde werden? Es gibt doch recht ſonderbare Berufsarten auf der Welt. Müßte ich Maler ſein, wie Sie, Herr, ich ſtürbe daran in drei Monaten.


