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gefolgt war, kehrte mit einem Schritt in das Zim⸗ mer zurück und ſprach in geheimnißvollem Ton:
„Still, halte Dich ſtill? Bete! Vielleicht iſt noch Hoffnung!“
Nach dieſen Worten eilte er wieder auf den Gang und warf die Thüre zu.
„Vater, Joſeph, Milval, mein armer Freund!“ rief das Mädchen,„es iſt noch Hoffnung! Ich wußte es wohl; Gott iſt ſo gut. O, laſſet uns beten!“
Sie faltete die Hände und murmelte ein inniges Gebet; der Greis und Joſeph entblößten das Haupt; der Edelmann, durch einen flehenden Blick des Mäd⸗ chens bewogen, ſetzte ſich neben ſie und faltete gleich ihr die Hände, um den Himmel um eine Hülfe an⸗ zurufen, an deren Möglichkeit er jedoch nicht glaubte.
Feierlich war die Erwartung, ergreifend die Stille. Man hörte nicht allein das ſanfte Mur⸗ meln des Gebetes im Zimmer, man hörte, wie die Bruſt der Unglücklichen ſich hob und ſenkte; ja man konnte die Schläge ihrer erregten Herzen zählen.
Ein Schauer durchlief ihre Glieder und ein Angſt⸗ ſchrei entſchlüpfte ihrer Bruſt, als die Thüre ſich wieder öffnete.
Kapitän Louis trat in die Mitte des Zimmers, bedeutete ihnen durch ein Zeichen, näher zu treten und ſprach mit gedämpfter Stimme:
„Laßt mich ſprechen: die Zeit iſt koſtbar. Der General iſt gerührt von dem Schmerze und den Bit⸗ ten meiner Nichte. Noch ein Mittel läßt ſich ver⸗ ſuchen, um Herrn von Milval ſeinem unglücklichen Looſe zu entziehen. Zögert er, von demſelben Ge⸗
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