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Bella Stock : Bilder aus dem Leben der flämischen Fischer / von Hendrik Stock. Aus dem Fläm. von C. Büchele
Entstehung
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Der Genetal ſchien betroffen und ſchaute einen Augenblick mitleidig auf das betrübte Mädchen nie⸗ der; dann hob er ſie mit ſanfter Gewalt vom Bo⸗ den auf, während er einige tröſtende Worte mur⸗ melte. Bella verſtand nicht, was er ſagte; aber ſie blieb mit einem hoffnungsvollen Lächeln auf den Lippen und mit gefalteten Händen vor ihm ſtehen.

Sich zu dem Kapitän wendend, begehrte der General wahrſcheinlich eine Erklärung von der unge⸗ wöhnlichen Betrübniß des Mädchens und von der Gegenwart der Perſonen, welche er in dem Zimmer bemerkte. Mit leiſer, faſt unhörbarer Stimme be⸗ gann Louis Stock das unglückliche Geſchick des jun⸗ gen Emigranten zu erzählen; er ſprach wahrſchein⸗ lich von der Gutherzigkeit ſeines blinden Bruders, von der heldenmüthigen Aufopferung ſeiner Nichte; denn der General war tief bewegt und betrachtete der Reihe nach den Greis, den Edelmann und beſon⸗ ders das Mädchen, welches die geringſte Bewegung ſeines Geſichtes ergründen zu wollen ſchien und mit einem Lächeln wahnſinniger Hoffnung ihn bittend anſchaute.

Nachdem der General die lange Erzählung des Kapitäns angehört hatte, verſank er einige Augen⸗ blicke in Nachdenken; dann ſchüttelte er in traurigem Zweifel den Kopf und zuckte die Achſeln; doch plötzlich erhellte ein Ausdruck der Zufriedenheit ſein Geſicht. Er ſagte dem Kapitän einige leiſe Worte, wandte ſich um und ging nach der Thüre.

Bella, in ihrer letzten Hoffnung betrogen, ſtieß einen Jammerſchrei aus und ſank wieder in die Kniee, zu Boden; aber ihr Oheim, der dem General